IG Spinone Italiano 

Deutschland

info@spinone-italiano-deutschland.de http://spinone-italiano-deutschland.de

IG SPINONE 

Die unabhängige Informationsseite rund um den Spinone.

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

MANTRAILING

Unter Mantrailing versteht man die Suche nach Personen anhand ihres spezifischen Individualgeruchs. Im Unterschied zur

Fährtensuche (Suche nach Bodenverletzungen und Blut) und Stöbern (Suche nach einer Geruchsquelle) wird beim

Mantrailing direkt der Geruch des Menschen verfolgt.

Mantrailing ist eine ideale, sehr befriedigende Beschäftigung für den Hund. Bei richtigem Aufbau ist allen Hunden die Begeisterung dafür von Anfang an anzumerken. Die Veranlagung zur Spurensuche ist dem Hund auch durch die Domestikation vom Wolf nicht verloren gegangen. Die Nase des Hundes ist um ein Vielfaches empfindlicher als die des Menschen. Sie ist in der Lage, Gerüche zu unterscheiden und zu verfolgen. Hunde können aber nicht nur viel feinere Gerüche wahrnehmen, sondern sind auch in der Lage deutlich mehr Geruchsarten und -bestandteile zu unterscheiden. Auch Richtung und Alter der Spur können differenziert werden. Einem Raubtier nützt es schließlich nichts, wenn es eine alte Spur verfolgt oder dem Geruch der Beute in der falschen Richtung folgt. Was die Hunde tatsächlich wahrnehmen, darüber streiten sich die Gelehrten. Sicher ist, dass bakterielle Zersetzungsprozesse von Hautschuppen und Flüssigkeiten wie Schweiß und Hautfett eine Rolle spielen. Letztendlich ist für das Mantrailing aber nebensächlich, was die Hundenase tatsächlich wahrnimmt. Fest steht, dass Hunde die Spuren auch noch nach vielen Tagen verfolgen können - abhängig von den Witterungsbedingungen. Niederschlag und Wind sind dabei kein großes Problem, extreme Temperaturen können allerdings die Spur für den Hund schnell unlesbar machen. Die Fähigkeiten der Hunde nutzt man in der Rettungsarbeit, um vermisste Personen zu finden. Und natürlich auch bei der Aufklärung von Verbrechen, um den Täter zu verfolgen oder in einer Gruppe von Verdächtigen denjenigen zu finden, der Geruch am Tatort hinterlassen hat. Trainierte Hunde können dabei Strecken von mehreren Kilometern zurücklegen und auch mehrere Tage alte Spuren verfolgen. Im Training geht es zunächst darum, dem Hund beizubringen, dass die Suche nach und vor allen das Auffinden von einem versteckten Menschen etwas ganz besonderes ist. Dazu arbeitet man mit Belohnungen, die etwas Super-Tolles für den Hund sind. Je nach Interesse des Hundes kann das ein besonderer Leckerbissen oder auch ein Spielzeug sein. Das Training weitet man aus, indem Länge und Alter der Spuren schrittweise vergrößert werden. Das ist aber nicht alles, viel wichtiger ist es, dass der Hund auch Hindernisse (z.B. Türen, Zäune, Ablenkungen durch andere Gerüche, Hunde oder Menschen) auf dem Trail überwinden kann und auch Versteckpersonen in verschiedenen Auffindesituationen anzeigen kann (z.B. sitzende, stehende, gehende Personen, Personen in Gebäuden, auf einem Hochsitz). Eine besondere Herausforderung für die Hunde ist es auch, in einer Personengruppe die richtige Person anzuzeigen. Das alles kann man im Training variieren, so dass es auch für Hund und Hundeführer immer wieder abwechslungsreich und spannend bleibt - auch wenn die Erlangung der Einsatzreife nicht das primäre Ziel ist. Für einen Hund, der im Ernstfall eingesetzt werden soll, kommen zusätzliche Herausforderungen hinzu. Beispielsweise müssen diese Hunde auch nicht vorhandene oder abbrechende Spuren anzeigen können. Im Einsatzfall ist auch nicht immer bekannt, wo genau die vermisste Person losgegangen ist. Der Hund muss daher in der Lage sein, die Spur erst aufzufinden. Der Hund bringt also schon vieles als Veranlagung mit. Dennoch ist das Mantrailing eine den Hund fordernde und anstrengende Form der Arbeit. Der Hundeführer muss lernen, den Hund zu lesen und ggf. zu unterstützen. Diese gemeinsame Arbeit als Team schweisst Hund und Besitzer zusammen und lehrt, einander zu vertrauen. Da die Hunde mit hoher Motivation arbeiten und für ihre anspruchsvolle Arbeit entsprechend großzügig belohnt werden, ist es für die Hunde eine sehr befriedigende Form der Beschäftigung. Nach einem Training ist der Hund nachhaltig zufrieden und ausgeglichen. Der Hund arbeitet im Geschirr und an langer Leine und gibt bei der Arbeit die Richtung vor. Ihm wird mit Hilfe eines Geruchsträgers, den die Versteckperson berührt hat, mitgeteilt, wen er suchen soll. Der Hundeführer hilft dem Hund bei Schwierigkeiten und sorgt für die Sicherheit (z.B. im Straßenverkehr). Damit er sich auf den Hund konzentrieren kann, läuft immer noch ein Mitläufer zur Unterstützung mit. Der Mitläufer ist nicht nur für die Sicherheit des Mensch-Hund-Teams mitverantwortlich, sondern sollte auch den Hundeführer beim Lesen des Hundes unterstützen. Prinzipiell ist jeder Hund für das Mantrailing geeignet. Allerdings sollte man Hunde, die aufgrund von Qualzuchten in ihrer Anatomie verändert und bei der Atmung eingeschränkt sind, nicht mit dieser Art der Arbeit belasten. Rassebedingt haben natürlich Jagdhunde beste Voraussetzungen, für die Spurensuche ausgebildet zu werden. Gerade solche Hunde suchen sich ohne entsprechende Aufgabe gerne eine Alternativbeschäftigung, so dass Mantrailing eine ideale Möglichkeit für Nicht-Jäger ist, den Jagdhund seiner Veranlagung entsprechend auszulasten. Der Spinone bringt durch seine Eigenständigkeit und Robustheit hervorragende Voraussetzungen als Suchhund mit. Wir schätzen diese Rasse aber insbesondere auch dafür, dass sie durch ihr ausgeglichenes und ruhiges Wesen und ihre liebenswerte, menschenfreundliche Art bei allen Beteiligten - insbesondere den Versteckpersonen - beliebt ist. Auch im alltäglichen Umgang ist der Spinone ein sehr angenehmer Begleiter. Carolin Müller-Kluck und Andreas Kluck leben mit ihren Spinoni Paul, Franzi und Lino und der Petit Basset Griffon Hündin Lotte in der Region Hannover. Als Mantrailer-Team Wedemark bilden sie seit 2013 Mensch-Hund-Teams im Bereich Mantrailing aus. www.mantrailer-wedemark.de

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Unter Mantrailing versteht man die Suche nach Personen

anhand ihres spezifischen Individualgeruchs. Im Unterschied

zur Fährtensuche (Suche nach Bodenverletzungen und Blut)

und Stöbern (Suche nach einer Geruchsquelle) wird beim

Mantrailing direkt der Geruch des Menschen verfolgt.

Mantrailing ist eine ideale, sehr befriedigende Beschäftigung für den Hund. Bei richtigem Aufbau ist allen Hunden die Begeisterung dafür von Anfang an anzumerken. Die Veranlagung zur Spurensuche ist dem Hund auch durch die Domestikation vom Wolf nicht verloren gegangen. Die Nase des Hundes ist um ein Vielfaches empfindlicher als die des Menschen. Sie ist in der Lage, Gerüche zu unterscheiden und zu verfolgen. Hunde können aber nicht nur viel feinere Gerüche wahrnehmen, sondern sind auch in der Lage deutlich mehr Geruchsarten und -bestandteile zu unterscheiden. Auch Richtung und Alter der Spur können differenziert werden. Einem Raubtier nützt es schließlich nichts, wenn es eine alte Spur verfolgt oder dem Geruch der Beute in der falschen Richtung folgt. Was die Hunde tatsächlich wahrnehmen, darüber streiten sich die Gelehrten. Sicher ist, dass bakterielle Zersetzungsprozesse von Hautschuppen und Flüssigkeiten wie Schweiß und Hautfett eine Rolle spielen. Letztendlich ist für das Mantrailing aber nebensächlich, was die Hundenase tatsächlich wahrnimmt. Fest steht, dass Hunde die Spuren auch noch nach vielen Tagen verfolgen können - abhängig von den Witterungsbedingungen. Niederschlag und Wind sind dabei kein großes Problem, extreme Temperaturen können allerdings die Spur für den Hund schnell unlesbar machen. Die Fähigkeiten der Hunde nutzt man in der Rettungsarbeit, um vermisste Personen zu finden. Und natürlich auch bei der Aufklärung von Verbrechen, um den Täter zu verfolgen oder in einer Gruppe von Verdächtigen denjenigen zu finden, der Geruch am Tatort hinterlassen hat. Trainierte Hunde können dabei Strecken von mehreren Kilometern zurücklegen und auch mehrere Tage alte Spuren verfolgen. Im Training geht es zunächst darum, dem Hund beizubringen, dass die Suche nach und vor allen das Auffinden von einem versteckten Menschen etwas ganz besonderes ist. Dazu arbeitet man mit Belohnungen, die etwas Super-Tolles für den Hund sind. Je nach Interesse des Hundes kann das ein besonderer Leckerbissen oder auch ein Spielzeug sein. Das Training weitet man aus, indem Länge und Alter der Spuren schrittweise vergrößert werden. Das ist aber nicht alles, viel wichtiger ist es, dass der Hund auch Hindernisse (z.B. Türen, Zäune, Ablenkungen durch andere Gerüche, Hunde oder Menschen) auf dem Trail überwinden kann und auch Versteckpersonen in verschiedenen Auffindesituationen anzeigen kann (z.B. sitzende, stehende, gehende Personen, Personen in Gebäuden, auf einem Hochsitz). Eine besondere Herausforderung für die Hunde ist es auch, in einer Personengruppe die richtige Person anzuzeigen. Das alles kann man im Training variieren, so dass es auch für Hund und Hundeführer immer wieder abwechslungsreich und spannend bleibt - auch wenn die Erlangung der Einsatzreife nicht das primäre Ziel ist. Für einen Hund, der im Ernstfall eingesetzt werden soll, kommen zusätzliche Herausforderungen hinzu. Beispielsweise müssen diese Hunde auch nicht vorhandene oder abbrechende Spuren anzeigen können. Im Einsatzfall ist auch nicht immer bekannt, wo genau die vermisste Person losgegangen ist. Der Hund muss daher in der Lage sein, die Spur erst aufzufinden. Der Hund bringt also schon vieles als Veranlagung mit. Dennoch ist das Mantrailing eine den Hund fordernde und anstrengende Form der Arbeit. Der Hundeführer muss lernen, den Hund zu lesen und ggf. zu unterstützen. Diese gemeinsame Arbeit als Team schweisst Hund und Besitzer zusammen und lehrt, einander zu vertrauen. Da die Hunde mit hoher Motivation arbeiten und für ihre anspruchsvolle Arbeit entsprechend großzügig belohnt werden, ist es für die Hunde eine sehr befriedigende Form der Beschäftigung. Nach einem Training ist der Hund nachhaltig zufrieden und ausgeglichen. Der Hund arbeitet im Geschirr und an langer Leine und gibt bei der Arbeit die Richtung vor. Ihm wird mit Hilfe eines Geruchsträgers, den die Versteckperson berührt hat, mitgeteilt, wen er suchen soll. Der Hundeführer hilft dem Hund bei Schwierigkeiten und sorgt für die Sicherheit (z.B. im Straßenverkehr). Damit er sich auf den Hund konzentrieren kann, läuft immer noch ein Mitläufer zur Unterstützung mit. Der Mitläufer ist nicht nur für die Sicherheit des Mensch-Hund-Teams mitverantwortlich, sondern sollte auch den Hundeführer beim Lesen des Hundes unterstützen. Prinzipiell ist jeder Hund für das Mantrailing geeignet. Allerdings sollte man Hunde, die aufgrund von Qualzuchten in ihrer Anatomie verändert und bei der Atmung eingeschränkt sind, nicht mit dieser Art der Arbeit belasten. Rassebedingt haben natürlich Jagdhunde beste Voraussetzungen, für die Spurensuche ausgebildet zu werden. Gerade solche Hunde suchen sich ohne entsprechende Aufgabe gerne eine Alternativbeschäftigung, so dass Mantrailing eine ideale Möglichkeit für Nicht-Jäger ist, den Jagdhund seiner Veranlagung entsprechend auszulasten. Der Spinone bringt durch seine Eigenständigkeit und Robustheit hervorragende Voraussetzungen als Suchhund mit. Wir schätzen diese Rasse aber insbesondere auch dafür, dass sie durch ihr ausgeglichenes und ruhiges Wesen und ihre liebenswerte, menschenfreundliche Art bei allen Beteiligten - insbesondere den Versteckpersonen - beliebt ist. Auch im alltäglichen Umgang ist der Spinone ein sehr angenehmer Begleiter. Carolin Müller-Kluck und Andreas Kluck leben mit ihren Spinoni Paul, Franzi und Lino und der Petit Basset Griffon Hündin Lotte in der Region Hannover. Als Mantrailer-Team Wedemark bilden sie seit 2013 Mensch- Hund-Teams im Bereich Mantrailing aus. www.mantrailer-wedemark.de